Von Udine nach Cervignano
Ankunft in Udine pünktlich um 14:18. Mir bleiben 2 Minuten um Rad und Gepäck aus dem Zug zu hieven, es geht sich aus aber ich schwitze bereits, denn es ist sehr warm hier - was zu erwarten war ;-) Als der Zug aus dem Bahnhof ausgefahren ist sehe ich erst, dass der Bahnsteig irgendwo in der Mitte liegt, und ich gehe den Bahnsteig auf und ab, aber ich finde keinen Übergang in Richtung Bahnhofshalle. Das hätte ich mir gewünscht, denn einen Aufzug hinunter in den Tunnel gibt auf diesem Bahnsteig auch nicht. Also rumple ich mit quietschenden Bremsen die steile Treppe hinunter. Unten gibt zwar einen Aufzug hinauf zur Bahnhofshalle, allerdings können da höchstens zwei Personen drinnen stehen, keinesfalls aber ein Fahrrad mitfahren. Auch ein anderes Radler Paar irrt schon durch die Katakomben, die haben auch noch einen Anhänger mit herunten, oje :-( Da steht mir also bereits am ersten Tag eine Sonderprüfung bevor. Hinunter war schon nicht einfach, aber über diese steile Treppe wieder hinauf, das war eine Tortur! Endlich oben hole ich mir erst mal ein kühles Getränk aus einem Automaten, Shop gibt es hier wohl keinen. Aus Udine hinaus ist dank meines Navis no Problem, und schon bald befinde ich mich auf dem bekannten Ciclovia Alpe Adria. Auf Anhieb erkenne ich einige Stellen wieder, bin ich diesen Weg doch schon ein paar mal gefahren, aber es ist immer wieder schön hier zu radeln - was sich auch gar nicht so wenig andere Radler - so scheint´s - auch denken, denn es sind viele Packtaschen unterwegs nach Grado. Beim erstbesten Rastplatz wechsle ich von lang auf kurz-die Hose, es ist wirklich viel zu warm, ich schwitze auch in der Short noch genug. Es bläst eine ziemliche Brise die den Schweiß trocknet, aber wenn schon Wind, dann natürlich Gegenwind, der mich über die 35 km ziemlich fordert! Kurz vor Palmanova erkenne ich an einer Kreuzung den Betrieb wieder, der uns vor Jahren Unterschlupf gewährt hat, als wir gerade noch vor einem sehr heftigen Gewitter dort angekommen sind. Ein anderer Radfahrer hatte nicht so viel Glück, Rettung mit Blaulicht und Folgetornhorn …..Die Garnisonsstadt Palmanova ist immer einen Besuch wert, aber ich halte mich nur kurz auf um Fotos zu machen und die Kirche zu besuchen. Es hat nach 16 Uhr noch immer 30 Grad, und mir beginnt der Saft auszugehen, sprich, ich muss mit Demut feststellen, dass es mit meiner Kondition nicht besonders gut bestellt ist, wenn ich nach gerade mal 40km schon das Ende der Etappe herbeisehne. Das ist dann auch bald erreicht, direkt am Radweg liegt mein Quartier. Der Herr am Empfang bittet mich mit por favor um mein Dokument, das kommt mir aber „sehr spanisch“ vor, und spätestens als er dann ins Russisch wechselt (oder auch Ukrainisch) telefoniert, und das hier auch die Umgangssprache zu sein scheint, war das Hotel wohl ein Übernahmekanditat, worauf auch diverse Schriftzüge im Zimmer hinweisen, dass das Hotel einst Italienisch war. Aber alles gut, das Zimmer ist sauber, das Wasser in der Dusche heiß, und morgen gibts Frühstück. Zu trinken habe ich hier nichts bekommen, aufgrund des Feiertags ist kein Barbetrieb. Nach dem Duschen bin ich dann nochmals aufs Rad, in ein paar km Entfernung finde ich eine Pizzeria . Dort nehme ich ein kühles Moretti Ankommensbier mit Genuss zu mir und lass mir eine hervorragende Pizza schmecken. Bei dieser Gelegenheit - vielen Dank mein guter Freund Peter für die grosszügige Unterstützung, da kann ich jetzt jeden Tag ein Bier trinken ! Ganz liebe Grüße nach Griechenland und einen schönen Urlaub wünsche ich euch :-) Es ist jetzt nach 21 Uhr, ich sitze am Balkon und es hat noch immer 24 Grad. Ich werde jetzt gut schlafen und regenerieren, morgen soll es noch heißer werden und es warten 85km auf mich, bevor ich Caorle erreichen werde…..
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Kommentare
Lieber Peter, heute in der Früh war der Blog noch auf "Archiv", wollte dich schon anrufen, wann es los geht ;) Sitzen gerade im Südburgenland (Das Eisenberg, kennst du ja...) und trinken ein Uhudler auf dich! Wir wünschen dir viel Sitzfleisch und ein geile, unfallfreie Reise mit wenig Regentagen! Alles Gute mein Freund!
Gute Fahrt lieber Peter und viele schöne Eindrücke und kein Popoauaaua wünschen dir herzlichst Anita u.Morli